Das römische Fest des Saturn - 18. Dezember
Es ist - der Jahreszeit entsprechend - ein Opferfest des patriarchalen Heroskönigs, der in die Unterwelt gesandt wurde, um dort mit seinem göttlichen Ebenbild eins zu werden. Wo auch immer im alten Italien der Saturnus verehrt wurde, gab es den Brauch, einen Mann zu wählen, der für ein Jahr die Rolle des Saturn übernahm und dessen althergebrachte Privilegien genoss. Danach starb er - entweder von eigener Hand oder durch Messer, später durch eine symbolische Hinrichtung - um im Frühjahr wiederzukehren.
Obgleich die wirkliche Hinrichtung des Opfers nach und nach durch eine symbolische ersetzt wurde, gab man das Fest niemals auf; zu christlicher Zeit bildete es schließlich einen Teil des winterlichen Karnevals.
Bei der vorgetäuschten Exekution des Karnevalsprinzen handelt es sich um einen Überrest der alten Saturnalien, bei denen der Heroskönig den Opfertod starb.
Das Fest dauerte bis zum Ende des Monats und ist römische Version aller Karnevalsfeiern, die im alten Matriarchat aber in der Nacht zum 6. Januar begannen, an Koreion, dem Fest der Kore.
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