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Hekate-Fest

Nacht der Hekate (griechisch)

Hekate (r) und CybeleIn dieser Nacht feierten die GriechInnen Hekate, die Göttin der Hexen und der Wegkreuzungen. Man betrachtet Hekate als Teil der ältesten Form der Mondgöttinnen-Dreiheit: Artemis, die Jungfrau, Selene, die Mutter, und Hekate, die Alte.

Hekate hat ihren Ursprung in der ägyptischen Göttin der Geburtshilfe, die Hegit, Heket oder Hekat hieß und sich wiederum auf die Stammmutter Heg zurückführen ließ. Die Nähe der Namen zu unserem Wort Hexe ist nicht zufällig. Sie ist die himmlische Hebamme. In den alten Gemeinschaften standen ihr die Hebammen am nächsten. Man verehrte Hekate an Wegkreuzungen, wo sich drei verschiedene Straßen trafen, denn sie war die Göttin der Verwandlung und regelte alle Übergänge im Leben. Man hinterließ auch Essen für sie an den Kreuzungen (doch das wurde, wie alle wussten, von den Armen verzehrt).

Altägyptische Froschfigur

Altägyptische Elfenbeinfigur eines Frosches, 2,7 cm hoch, 1.Dynastie, um 3000-2800 v.u.Z.

Ihr heiliges Symbol war die Kröte oder der Frosch, ein universelles Symbol für Empfängnis, und die Hexen verehrten sie als ihre Königin. Es gibt übrigens christliche Darstellungen der Maria mit dem Frosch, die uns daran erinnern, dass Hekate, die Große Göttin, durch solche vorübergehenden Phänomene wie ein patriarchale Männerreligion nicht vernichtet werden kann.

Von ihr kamen Prophezeiungen, Heilungen, Visionen und Magie. Ihre uralte dreifache Macht wurde von den neuen patriarchalischen Priestern plagiiert und prompt ihrem neuen Gott zugeschrieben.

So wurde daraus die dreifache Macht Christi im Himmel, auf der Erde und in der Hölle.

Aber Hekate, als die Hüterin der dunklen Höhle, - Gebärmutter und das Innere des Labyrinths -, hat ihre Macht nicht verloren. Sie verhilft Müttern (den biologischen wie den Verantwortung tragenden) zu einem gesunden Menschenverstand, der die Unterstützung patriarchaler Gewaltherrschaft boykottiert.
Sie korrigiert das allgemein verlogene Mutterbild im Patriarchat, indem sie jeden einzelnen der jede echte Mutter beleidigenden Muttertage mit ihrer Abgründigkeit gehörig versaut. Hekate pflegt Muttertagssträuße als gemischten Salat zu verspeisen.

Und sie steht auch am Eingang der Kasernen, wenn die jungen Rekruten einrücken, und fragt sie nach dem Verbleib ihres Hirns und wohin sie eigentlich wollen.

Dies ist eine gute Nacht für Wahrsagungen, Meditationen und Prophezeiungen.

Quellen:

Zsuzsanna E. Budapest, Das magische Jahr
Angelika Aliti, Macht und Magie
Schosche, Grimm, Am Beginn der Zeit - Ägypten in der Vor- und Frühzeit

 

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