Freitag

Der Tag der Göttin Freya. Die RömerInnen nannten den Tag dies Veneris, nach der Göttin Venus, ihrer Version derselben Göttin. Im Französischen heißt der Freitag vendredi und im Italienischen venerdi.

Der Freitag zählte gewöhnlich als der siebte Tag der Woche! Im alten jüdischen Mondkalender fiel der Sabbat auf einen Freitag, im Islam wird noch heute der Sabbat an diesem Tag gefeiert.

Fisch wurde am Freitag als fruchtbarkeitsspendende Zauberspeise zu Ehren der Venus, bzw. Freya gegessen, denn er war ihr Totemtier. Auch heute ist dieser Brauch, speziell bei Katholiken, noch verbreitet, nur ist nicht mehr bekannt, was er bedeutet. Fisch hat noch immer den Ruf eines aphrodisischen Nahrungsmittels, weil er einst der Aphrodite geweiht war.

Was hat die Kirche daraus gemacht?

Sie gab den heidnischen Ursprung des Fischessens am Freitag niemals zu. Im Mittelalter, als heidnische VerehrerInnen der Freya weiterhin am Freitag ihren Kult zelebrierten, bezeichneten die geistlichen ihren Tag als den Tag der "Teufelsanbetung".

Außerdem wurde der Freitag von christlichen Mönchen als unglückbringend bezeichnet, so wie alles was mit weiblicher Göttlichkeit zusammenhing.

Ein Freitag am 13. Tag des Monats galt als besonderer Unglückstag, weil der heilige Tag der Göttin mit ihrer heiligen Zahl zusammenfiel. Heute wissen wir natürlich, dass deshalb ein Freitag, der 13. besonders viel Glück verspricht und wird dementsprechend von Frauen und Männern mit allem drum und dran gefeiert.
Die 13 leitet sich von den dreizehn Monaten des alten Mondjahres her.

Quelle: Walker, Die geheimen Symbole der Frauen.